Neu gebaute oder sanierte Kanäle und Leitungen werden abschließend einer Dichtheitsprüfung unterzogen.

Dazu stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

 

 

Dichtheitsprüfung

Prüfung mit Luft (Verfahren "L")

 

 

Der Prüfer versiegelt den zu untersuchenden Anlagenabschnitt mit luftdichten Verschlüssen. Es kommt so zu keinen ungewollten Druckabfällen außer an den schadhaften Anlagenelementen. Nachdem die Prüfmessgeräte angeschlossen wurden, wird die Prüfapparatur mit einem definierten Druck (DIN EN 1610) über dem Atmosphärendruck mit Luft beaufschlagt.

Die Messgeräte zeichnen den Druckverlauf über der Prüfzeit auf. Der Verlauf der entstandenen Kurve zeigt dem Prüfer, ob in der Prüfzeit der Druckabfall in den geforderten Grenzen bleibt. Das Ergebnis der Messung und das Urteil des Prüfers über den Zustand der Anlage gibt das Prüfprotokoll wieder. Kommt es während der Prüfzeit zu geringfügigen Abweichungen von den geforderten Sollwerten, wird nach den Ursachen der Störung gesucht. Kann keine Fehlerquelle festgestellt werden, erfolgt die Prüfung erneut nach dem Verfahren "W". Der Vorteil des Verfahrens liegt in schonenden Ressourcen und Zeitersparnis.

 

 

 

Prüfung mit Wasser (Verfahren "W")

Der Prüfdruck ergibt sich aus der Gewichtskraft des Wassers, die aufgrund des Geländequerschnittes auf den zu prüfenden Bereich wirkt. Die Prüfdauer beträgt mindestens 30min. Während dieser Zeit kann es zu Druckverlusten kommen. Diese werden durch Absinken des Wasserspiegels an der Oberfläche sichtbar. Der Prüfer füllt die entstandene Volumendifferenz nach, um den Prüfdruck konstant zu halten. Das zugefügte Volumen wird im Prüfbericht festgehalten. Die Beurteilung über die Erfüllung erfolgt im Prüfprotokoll, welches nach jeder Prüfung angefertigt wird.

 

Prüfung nach DIN EN 1999-100

Mit dieser Prüfung wird das Dichtheitsvermögen von Abscheideranlagen erfasst. Als Prüfmedium wird Wasser genutzt. Von Interesse ist, wieviel Wasser durch eventuelle Undichtheiten in der Anlage austritt. Messtechnisch erfasst ein Laserstrahl die Änderung der Höhe des Oberflächenspiegels. Ein angeschlossener PC errechnet daraus die entsprechende Volumendifferenz. Vorteilhaft bei diesem Verfahren ist die gleichzeitige Prüfung der Verbindungsleitungen zwischen den Anlagenkomponenten.

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 Hr. Pfister